Bewerbungen

6 Don’ts bei Bewerbungsschreiben

Bei Bewerbungscoachings mit Klienten, die das Problem haben, dass sie fast nie zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden, fallen mir immer wieder 6 ganz typische Fehler in den Unterlagen auf:

1. Zu lange Bewerbungen

  • Die Idee der Bewerber ist meistens: „Ich muss alles liefern, was ich je gemacht habe und darf nichts verschweigen.“ Und dann erstellen manche Kandidaten so umfangreiche Bewerbungsdossiers, dass sie sie auf 2 E-Mails verteilen müssen. Aber auch nicht ganz so extreme Fälle sind manchmal einfach erschlagend für den Empfänger (Rekord war in meinen Bewerbungscoachings ein 36-seitiges Dossier).
  • Ich versetze mich bei der Vorbereitung der Beratungssitzungen immer in die Lage des Personalers, der das Dossier erhält. Wenn der Umfang zu gross wird und ich in Unterlagen ersticke, dann geht es mir ähnlich wie meinem Drucker: Ich fange an zu qualmen… Mir kommen dann schnell mal so Gedanken wie „ist die Person völlig selbstverliebt?“ oder „komplett unstrukturiert?“ oder „der/die kann nicht auf den Punkt kommen“ „was denkt der/sie sich eigentlich?“. Kein förderliches erstes Urteil für eine erste Entscheidung, ob man zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden soll.
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    Bewerbung: «Hier kommt meine Arbeitsprobe»

    Hast Du Dir schon mal Gedanken darüber gemacht, dass eine Bewerbung eine erste Arbeitsprobe ist?

    Sie zeigt dem Empfänger sehr schnell auf:

    • Wie gut Du Dich mit Textverarbeitung und pdfs auskennst – wie also Deine IT Kenntnisse tatsächlich sein könnten…
    • Wieviel Sorgfalt Du in Deine Arbeit steckst (Rechtschreibfehler, Fehler im Layout etc.) – in einer Bewerbung einer Sekretärin kommt das natürlich noch viel schlechter an, als wenn sich jemand für eine Lagertätigkeit bewirbt.
    • Wie Du kommunizierst – klar und deutlich, auf den Punkt kommend oder allgemein, pauschal und ausschweifend.
    • Wie gut Du auf die Anforderungen eines potentiellen Vorgesetzten eingehen kannst:
      • Hast Du genau „zugehört“, was gesucht wird (Stellenausschreibung sorgfältig gelesen)?
      • Hast Du genau hingeschaut und den Ansprechpartner direkt angeschrieben (sofern bekannt) oder nur einfach „Sehr geehrte Damen und Herren“ geschrieben?
      • Hast Du Dir Gedanken gemacht, wie Du klar aufzeigen kannst, wie Du seine Probleme lösen könntest – oder erledigst Du Deine Arbeit einfach nach „Schema F“ (Standardbrief ohne individuell auf das Unternehmen einzugehen)?

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    «Ich suche einen sicheren Job»

    Bei meinen Bewerbungscoachings fällt mir immer wieder auf, dass insbesondere die etwas jüngere Klienten und Klientinnen (der Generation Y – Jahrgänge 80-99) betonen, dass sie sich einen sicheren Job wünschen. Nicht selten werden nach wie vor Grossunternehmen und Behörden von ihnen als besonders sichere Arbeitgeber eingestuft.

    Aber was heisst das eigentlich? Der Wunsch nach Sicherheit ist erst mal gut nachvollziehbar: Die Zukunft wird kalkulierbar, das Einkommen und der berufliche Aufstieg scheinen vorprogrammiert, der Häuslebau kann geplant, das Auto auf Raten gekauft werden und auch Kinder können eingeplant werden.

    Vermeintlich sicher

    Perfekt? Nur auf den ersten Blick. Vor einigen Jahren habe ich selbst noch bei einem solchen vermeintlich „sicheren“ Arbeitgeber, einer Grossbank, gearbeitet. Es hiess lange, „wenn man sich nichts zuschulden kommen lässt, ist man praktisch unkündbar“. Leider sind diese Zeiten bei vielen Unternehmen vorbei, nicht erst seit der Finanzkrise. Ich musste miterleben, wie vielen Kollegen und Kolleginnen, die super Arbeit geleistet hatten, in kürzester Zeit gekündigt wurde. Zurück blieben geschockte Mitarbeiter, die die Welt nicht mehr verstanden und fortan erhebliche Motivationsprobleme hatten.

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