Burnout & Stressbewältigung

Warum Du Dir Adèle in dieser Hinsicht nicht zum Vorbild nehmen solltest!

Bei den diesjährigen Grammy Awards war Adèle die grosse Gewinnerin – mit Sicherheit voll verdient!

Etwas Magenschmerzen macht mir allerdings die Tatsache, dass sie zum wiederholten Male eine Performance abgebrochen und neu begonnen hat, weil sie mit ihrer eigenen Leistung nicht zufrieden war. Denn das zeigt, dass sie eine totale Perfektionistin ist.

Viele von uns sind solche totalen Perfektionisten (ich neige auch dazu 😉 ). Das ist toll, wenn es um Qualitätsarbeiten geht, wenn man z.B. als Finanzbuchhalterin arbeitet. Aber die Sache hat auch einen Haken: Mit dem ansteigenden Druck in unserer Gesellschaft und im Berufsleben, geraten gerade Perfektionisten immer mehr unter enormen Druck. Mit steigenden Leistungsanforderungen ist es immer häufiger notwendig, seine eigenen Qualitätsansprüche herunter zu regeln und nicht durch Mehrarbeit dieselbe Leistung, wie schon früher erbringen zu wollen. Für kurze Zeit ist das vielleicht noch möglich, aber je länger so eine Phase dauert, umso grösser wird der Stress für den einzelnen Perfektionisten. Statt den Druck auf sich selbst zu erhöhen, ist es wichtig, dass man schaut, wo man bei den gelieferten Leistungen Abstriche machen kann, um nicht unter die Räder zu geraten. Denn gerade Perfektionisten sind auch aufgrund dieses Verhaltens sehr prädestiniert für einen Burnout.

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Burnout-gefährdet? Liegt es an mir oder am Job?

In der letzten Zeit erlebe ich vermehrt Klienten, die mir katastrophale Zustände von ihrem Arbeitsplatz schildern, aber verzweifelt (nur) bei sich selbst nach den Ursachen für ihre enorme Stressbelastung und ihren drohenden Burnout suchen.

Nun wird immer schnell mal gesagt, dass sich jemand in die Opferrolle begibt und aufgrund seiner Disposition (Perfektionismus etc.) doch selber schuld sei. ABER: Man muss auch ganz klar mal sagen, dass es wirklich schlechte Arbeitgeber und Jobs gibt. Dort werden Mitarbeiter richtig miserabel behandelt, unter Druck gesetzt, von Wertschätzung keine Spur, ganz im Gegenteil. Und wer dann dazu neigt es allen recht machen zu wollen und an sich selbst zweifelt, geht sehr schnell unter.

Es ist deshalb wichtig, sich schnellstens Aussensicht zu holen, statt nur an sich selbst zu zweifeln. Die Perspektive des Umfeldes kann helfen zu erkennen, ob es (nur) an einem selbst oder eher am Job liegt, dass man aktuell Burnout-gefährdet ist.

 

 

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5 Tipps für eine entspanntere Vorweihnachtszeit

Für die meisten von uns bedeutet die Vorweihnachtszeit einfach purer Stress. Statt Ruhe und Besinnlichkeit – volle Kaufhäuser, Staus, Konsumstress, Weihnachtsdeko, Geschenke, Planung etc.

Für eine etwas entspanntere Vorweihnachtszeit habe ich Dir ein paar Tipps zusammengestellt:

1.     Bei Dir ankommen.

Advent heisst Ankunft – und so kommst Du wieder bei Dir an: Zieh Dich für ein paar Minuten zurück – und sei es auf der Toilette. Erlaube Dir eine kleine Auszeit, in der Du einfach sein darfst, ohne Verpflichtungen. Eine unterstützende Übung aus der Achtsamkeitspraxis: Konzentriere Dich auf Deinen Atem indem Du z.B. Deine Atemzüge zählst oder Dir innerlich sagst „einatmen“ „ausatmen“. So ist Dein Unterbewusstsein für ein paar Minuten ausreichend beschäftigt und produziert nicht ständig neue Gedanken. Und wenn doch mal Gedanken zwischendurch kommen, lass sie einfach los und weiterziehen, gehe ihnen nicht nach. Und falls es doch passiert, verurteile Dich nicht, sondern kehr einfach ruhig zu Deinem Atem zurück.

Selbst kleine Pausen von nur 2-3 Minuten können sehr wirksam sein. Und die Zeit hat jeder! An der Bushaltestelle, im Tram, in der Supermarktschlange, man findet immer wieder kleine Gelegenheiten. Übrigens: Nutze solche Zwangspausen in Form von Wartezeiten und freue Dich darüber. Lass einfach mal das Smartphone in der Tasche, statt Dein Hirn sofort wieder zu beschäftigen. Dann wird aus einer lästigen Wartezeit eine wertvolle kleine Auszeit.

2.     Hinterfrage Deine Ansprüche.

In unserer Kultur neigen wir zum Perfektionismus. Alles muss super perfekt sein, nur dann gilt es als gelungen. Ist das wirklich so? Hinterfrage Deine eigenen Ansprüche und Deinen Perfektionismus. Wäre es wirklich ein Weltuntergang, wenn Du dieses Jahr mal die eine oder andere Tradition einfacher halten oder sogar wegfallen lassen würdest? Wer stellt eigentlich so hohe Erwartungen? Meisten sind wir es doch höchst selbst, die uns zur perfekten Leistung antreiben. Und wie gross ist dann die Enttäuschung, wenn bei allem Perfektionismusstreben am Ende doch nicht alles so über die Bühne geht, wie wir uns das erträumt haben? Was übrigens völlig normal ist.

Was wäre, wenn Du dieses Jahr einfach mal das eine oder andere nicht perfekt machst? Wenn Du Deine Erwartungen an Dich und an die perfekte Weihnachtsfeier mal zurücknimmst?

3.     Nein sagen.

Ja, auch das kann Dir das Leben leichter machen. Meistens wissen wir, was uns gut tut und was eben nicht. Sag nein zu den Terminen, Verpflichtungen und Anfragen von denen Du weisst, dass sie Dir nicht gut tun. Verschiebe mal die eine oder andere private Verabredung, wenn sie Dir zusätzlichen Stress bereiten würde. Vielleicht ist der/die andere ja sogar froh, wenn das Treffen verlegt wird? Und übrigens, im Januar kann man sich durchaus auch noch treffen 😉

4.     Nächstes Jahr.

Ja, das nächste Jahr hat auch wieder 365 Tage. Und doch passiert am Jahresende etwas merkwürdiges: Alles muss plötzlich noch in diesem Jahr erledigt werden. Warum eigentlich? Warum müssen wir bis zum letzten Tag rum hetzen und dann mit „Zunge aus dem Hals“ unter den Weihnachtsbaum fallen, nur damit alles noch in diesem Jahr fertig und erledigt wird? Natürlich gibt es Verpflichtungen und Terminsachen, die tatsächlich noch vor Jahresende erledigt werden müssen.

Hinterfrage einfach bei allem, was Du machst ob es wirklich so ist, dass es noch dieses Jahr gemacht werden muss? Oder liesse sich diese Sache nicht doch einfach mal auf Januar oder Februar verschieben? Ist es wirklich eine Vorgabe, die Du einhalten musst oder treibst Du Dich einfach nur selbst an?

5.     Sport / Spaziergänge.

Bewegung hat sich gegen Stress bewährt. Nimm Dir Zeit für Dein Sportprogramm oder verbringe Deine Mittagspause mal im Freien mit einem Spaziergang. Das baut Stresshormone ab und lässt den Kopf wieder freier werden.

 

Ich wünsche Dir eine entspannte(re) Vorweihnachtszeit.

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