Portfolio-Karriere

Eine Idee für Menschen mit unterschiedlichen Stärken und Interessen!

In den letzten Monaten hatte ich viele Klienten und Klientinnen zum Thema „Berufliche Neuorientierung“. Gerade bei den jüngeren Generationen stellt sich dann oft heraus, dass sie an einer Karriere im klassischen Sinn überhaupt nicht interessiert sind. Und dass sie unter der Einseitigkeit einer 40 Stunden-Woche leiden, an der sie 5 Tage die Woche mehr oder weniger dasselbe machen.

Ich möchte Dir deshalb heute eine Arbeitsmarktentwicklung und neuere Möglichkeit vorstellen, wie Du Dein Berufsleben gestalten kannst, die noch nicht so bekannt ist. Ich rede von der Portfolio-Karriere (manchmal auch Proteische Karriere oder Mosaik-Karriere genannt).

Was ist eine Portfolio Karriere?

Bislang war es so, dass man einen Beruf lernt und darin einsteigt, sich hocharbeitet und dabei bleibt. Zu mindestens die Hauptzeit seiner beruflichen Karriere.

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„Meine Motivation“

Im Bewerbungsschreiben und auch im Vorstellungsgespräch sollte die Motivation des Bewerbers für die Position und/oder das Unternehmen kommuniziert werden. Das wissen die meisten Bewerber.

Allerdings ist mir aufgefallen, dass es bei dem Stichwort “Motivation” manchmal noch Missverständnisse und Unklarheiten gibt, welche Argumente man an dieser Stelle verwenden kann.

Um diese Motivation geht es

Die Motivation, die im Bewerbungsschreiben und im Vorstellungsgespräch vermittelt werden sollte, bezieht sich auf Deine “Arbeitsmotivation” oder Deine “berufliche Motivation”. Ein paar Beispiele (bitte immer nur sinngemäss und mit Deinen Worten verwenden):

  • … dass Du nach Freude daran hast, Deine interkulturellen Kenntnisse einzubringen und auszubauen
  • … dass Du besonders gerne Kundenkontakt hast und im Moment nur teilweise dazu die Möglichkeit hast
  • … dass Du Dich zukünftig vermehrt auf das Thema XY konzentrieren willst, weil es Dir besonders liegt oder Du Deine Erfahrungen in diesem Bereich ausbauen willst.
  • … dass Dich die Branche, in der der neue Arbeitgeber tätig ist, schon lange fasziniert…. (bitte an dieser Stelle konkret werden!)
  • … dass Du bestimmte Erfahrungen gerne in dieser Branche/Position o.ä. einbringen und so (z.B.) einen wichtigen Beitrag leisten möchtest.

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Warum Du Dir Adèle in dieser Hinsicht nicht zum Vorbild nehmen solltest!

Bei den diesjährigen Grammy Awards war Adèle die grosse Gewinnerin – mit Sicherheit voll verdient!

Etwas Magenschmerzen macht mir allerdings die Tatsache, dass sie zum wiederholten Male eine Performance abgebrochen und neu begonnen hat, weil sie mit ihrer eigenen Leistung nicht zufrieden war. Denn das zeigt, dass sie eine totale Perfektionistin ist.

Viele von uns sind solche totalen Perfektionisten (ich neige auch dazu ;-) ). Das ist toll, wenn es um Qualitätsarbeiten geht, wenn man z.B. als Finanzbuchhalterin arbeitet. Aber die Sache hat auch einen Haken: Mit dem ansteigenden Druck in unserer Gesellschaft und im Berufsleben, geraten gerade Perfektionisten immer mehr unter enormen Druck. Mit steigenden Leistungsanforderungen ist es immer häufiger notwendig, seine eigenen Qualitätsansprüche herunter zu regeln und nicht durch Mehrarbeit dieselbe Leistung, wie schon früher erbringen zu wollen. Für kurze Zeit ist das vielleicht noch möglich, aber je länger so eine Phase dauert, umso grösser wird der Stress für den einzelnen Perfektionisten. Statt den Druck auf sich selbst zu erhöhen, ist es wichtig, dass man schaut, wo man bei den gelieferten Leistungen Abstriche machen kann, um nicht unter die Räder zu geraten. Denn gerade Perfektionisten sind auch aufgrund dieses Verhaltens sehr prädestiniert für einen Burnout.

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