Sprachkenntnisse im Lebenslauf

Immer wieder fällt mir auf, wie wenig Gedanken sich manche Kandidaten über konkrete Angaben zu ihren Sprachkenntnissen im Lebenslauf machen.

Oftmals werden nur die Sprachen erwähnt, ohne weitere Angaben zum Sprachniveau. Aber wie soll man als Leser eines Lebenslaufs in einem solchen Fall die Sprachkenntnisse eines Bewerbers einschätzen? Man kann es einfach nicht. Das mag relativ egal sein, wenn man sich für eine Position bewirbt, in der es nicht auf dieses Wissen ankommt, aber spätestens, wenn bestimmte Qualifikationen gefragt sind, ist eine klare Einschätzung sehr wichtig für den Personaler.

Negativbeispiel

Sprachkenntnisse:
Deutsch, Englisch, Französisch

Hier ist überhaupt nicht erkennbar, auf welchem Niveau sich die Sprachkenntnisse befinden. Reicht es für eine einfache Konversation oder hat die Person zuletzt in der Schule mal damit zu tun gehabt? Kann sie einfache/gehobene/komplexe Präsentationen in der Sprache verfassen? Ist sie in der Lage mit Gesprächspartnern flüssig auf Englisch über komplexere Sachverhalte zu diskutieren oder reicht es gerade mal für die Frage nach dem Weg in den Ferien? Du selbst weisst, wie Dein Sprachniveau ist, der Personaler kann es aufgrund so einer kurzen Aussage nicht einschätzen. Jedenfalls nicht ohne Glaskugel ;-)

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Warum Du Dir Adèle in dieser Hinsicht nicht zum Vorbild nehmen solltest!

Bei den diesjährigen Grammy Awards war Adèle die grosse Gewinnerin – mit Sicherheit voll verdient!

Etwas Magenschmerzen macht mir allerdings die Tatsache, dass sie zum wiederholten Male eine Performance abgebrochen und neu begonnen hat, weil sie mit ihrer eigenen Leistung nicht zufrieden war. Denn das zeigt, dass sie eine totale Perfektionistin ist.

Viele von uns sind solche totalen Perfektionisten (ich neige auch dazu ;-) ). Das ist toll, wenn es um Qualitätsarbeiten geht, wenn man z.B. als Finanzbuchhalterin arbeitet. Aber die Sache hat auch einen Haken: Mit dem ansteigenden Druck in unserer Gesellschaft und im Berufsleben, geraten gerade Perfektionisten immer mehr unter enormen Druck. Mit steigenden Leistungsanforderungen ist es immer häufiger notwendig, seine eigenen Qualitätsansprüche herunter zu regeln und nicht durch Mehrarbeit dieselbe Leistung, wie schon früher erbringen zu wollen. Für kurze Zeit ist das vielleicht noch möglich, aber je länger so eine Phase dauert, umso grösser wird der Stress für den einzelnen Perfektionisten. Statt den Druck auf sich selbst zu erhöhen, ist es wichtig, dass man schaut, wo man bei den gelieferten Leistungen Abstriche machen kann, um nicht unter die Räder zu geraten. Denn gerade Perfektionisten sind auch aufgrund dieses Verhaltens sehr prädestiniert für einen Burnout.

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Wie finde ich das richtige Studium oder die richtige Ausbildung?

Der unglückliche Klient

Vor einiger Zeit hatte ich einen todunglücklichen jungen Mann im Coaching. Er hatte einen Bachelor in Betriebswirtschaft gemacht, bereits einige Jahre in diesem Bereich gearbeitet und klagte nun über deutliche Stresssymptome, depressive Stimmung und grosse Unzufriedenheit im Job. Sein Ziel war es, einen neuen Job zu finden, aber er war mit seinen Bewerbungen bislang komplett erfolglos geblieben.

Eine meiner ersten Coaching-Fragen ist in solchen Fällen oftmals „Was war Ihre Motivation für diesen Studiengang?“ –  Die Antwort war sinngemäss „Das Studium war angesagt und ausserdem kann man damit gut Geld verdienen.“

Die Antwort höre ich leider sehr oft. Da wurden Ausbildungswege nicht nach Neigungen und Stärken ausgewählt sondern einfach, weil sie gerade in waren und weil man sich davon ein hohes Salär verspricht.

Aber was nicht bedacht wurde, war, was mit einer solchen Wahl verbunden ist: → weiterlesen

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