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Unsere 14 Tipps für eine glückliche und lange Partnerschaft (inkl. Ehe)

3.9.1991 – läutet für uns das Hochzeitsglöckle vom Rathaus in Breisach (Deutschland). Was klein und gemütlich mit einer Minifeier begann, dauert nun schon 25 Jahre an und wir sind sehr glücklich darüber. Am letzten Wochenende haben wir deshalb unsere Silberhochzeit in einem wunderbaren Wellnesshotel in Südtirol zu zweit gefeiert.

Wir können es kaum glauben, dass wir schon so lange verheiratet sind – die Zeit ging super schnell rum, auch wenn wir in diesem Zeitraum vieles erlebt haben. Da wir oft gefragt, wie man das schafft – man kommt sich heutzutage fast schon exotisch vor – haben wir mal unser rein subjektives „Erfolgsrezept“ zusammengestellt, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Pickt Euch das raus, was Euch vielleicht hilft. Zum Thema Kinder können wir nix sagen, da wir einvernehmlich darauf verzichtet haben.

  1. Ehrlichkeit & Vertrauen – Ihr solltet einen wirklich offenen und ehrlichen Umgang miteinander haben. Gegenseitiges Belügen geht nur kurz gut und zerstört oder verhindert echtes, tiefes Vertrauen – die Basis einer langen, erfolgreichen Partnerschaft.
  2. Respekt, Wertschätzung & Augenhöhe – ein weiterer superwichtiger Punkt. Wenn ein Partner ständig dominiert und den anderen respektlos behandelt, dann ist das relativ schnell ein Killer für die Beziehung. Oder auch, wenn ein Partner seine Bedürfnisse stets unterordnet und sich in die Opferrolle begibt. Man sollte sich stets auf Augenhöhe begegnen und den anderen wirklich so respektieren und annehmen und so lieben, wie er/sie ist, auch wenn man vielleicht nicht alle Macken immer so mag.
  3. Verlieb Dich in seine/ihre Macken. Auch wenn es manchmal vielleicht schwerfällt. Die Macken machen uns Menschen so menschlich, liebenswert und einzigartig. Und du bist selbst auch nicht perfekt. Sieh die Macken immer mal wieder durch die rosarote Brille der Verliebtheit und mit einem liebevollen, wertschätzenden Blick.
  4. Kommunikation – das A&O – Redet miteinander: klar, deutlich, verständlich.
    Wir hatten in den ersten Jahren mal einen Wochenend-Ausflug gemacht, den wir beide nicht wollten (wie sich hinterher herausgestellt hat).
    Aber: wir hatten beide angenommen, der andere wollte den Ausflug und ihm/ihr zuliebe gesagt: „ja, lass uns das machen“. Und so haben wir gemeinsam etwas unternommen, wozu wir beide keine Lust hatten. Blöd oder?
    Als uns das klar wurde, haben wir uns geschworen, dass sich das ändern muss. Wir beschlossen, ab sofort offen und ehrlich über unsere Wünsche zu sprechen anstatt Annahmen über die Wünsche des Partners zu treffen… Ein Kompromiss lässt sich im Zweifelsfall immer noch treffen. Das klappt natürlich nicht immer und auf Anhieb, aber im Laufe der Jahre sind wir darin richtig gut geworden J
  5. Kommunikation 2 – tauscht Euch ganz viel aus, redet über „Gott und die Welt“, Eure alltäglichen Erlebnisse, was Euch bewegt, bedrückt, erfreut, ängstigt, überrascht etc. Lasst den Partner an Eurem Leben vollumfänglich teilhaben. Sonst lebt Ihr Euch auseinander ohne es zu merken.
  6. Und daraus ergibt sich gleich der nächste Punkt: Redet über Eure Bedürfnisse – und zwar so dass der andere Euch versteht. Vermeidet subtile Andeutungen (das gilt insbesondere für Frauen, die das oft super beherrschen) und verlangt nicht vom Partner, dass er zum Hellseher wird – Und Euch dauernd enttäuscht, weil er/sie nicht Wünsche erfüllen kann, von denen er/sie nichts weiss.
  7. Gleich und gleich gesellt sich gern – ist zwar anfangs vielleicht weniger aufregend als die Gegensätze, die sich gemäss Volksmund anziehen. Aus unserer Sicht aber langfristig vielversprechender. Es ist schön, wenn der Partner ähnliche Interessen hat und sich für ähnliche Dinge begeistern kann. Das beginnt schon beim Frühaufsteher vs. Langschläfer… Stubenhocker vs. Partylöwe. Einen Partner mit gegensätzlichen Gewohnheiten und Präferenzen zu haben, kann auf Dauer sehr anstrengend sein. Anfangs liebt man denjenigen vielleicht noch genau dafür, dass er/sie so ist, wie man vielleicht selbst gern wäre. Aber wenn das immer gegen die eigene Natur geht, kann das auch schnell mal ins Gegenteil umschlagen (oder man geht – unbewusst – immer „den unteren Weg“ und wird unzufrieden und wirft das irgendwann dem Partner vor).
  8. Freiräume – Bleibt Ihr selbst und verleugnet nicht Eure individuellen Bedürfnisse und gebt Euch nicht selbst auf in der Partnerschaft. Auch das ein Punkt, der wohl eher Frauen betrifft. Achtet darauf, dass ihr selbst Euch im Rahmen der Partnerschaft so verwirklichen könnt, dass Ihr innerlich zufrieden seid. Wenn Du Dich eingeengt fühlst, frag Dich, ob wirklich Dein Partner daran schuld ist, oder ob Du Dich nicht selbst zu sehr zurück nimmst und ihm/ihr das irgendwann noch vorwirfst.
  9. Gemeinsame Zeit – Freiräume sind wichtig, aber nicht weniger wichtig ist es, auch viel gemeinsame Zeit zu verbringen. Aus gleichen Erfahrungen und Erinnerungen könnt Ihr noch lange, lange zehren und sie vertiefen die Partnerschaft. Wenn man zu wenig Zeit miteinander verbringt und zu wenig gleiche Erlebnisse miteinander teilt, besteht auch schnell die Gefahr, sich auseinander zu leben.
  10. Auch wenn ihr schon in einer längeren Beziehung seid – nehmt die Partnerschaft nicht für selbstverständlich. Arbeitet immer und immer wieder an Eurer Partnerschaft, bemüht Euch immer wieder darum. Auch wenn es mal schwierig ist, denn das kommt auch immer mal wieder vor. Was hilft: darüber reden, mal wieder ein bisschen „balzen“ und auch hier und da mal „gepflegt“ streiten (und sich wieder versöhnen). Das gehört einfach auch dazu. Und wichtig: man kann auch mal nicht einer Meinung sein. Auch unter Partnern. Ihr könnt einen Streit auch mal beenden, mit der Erkenntnis, dass Ihr in dieser Sache auf keinen gemeinsamen Nenner kommen könnt. Das ist dann einfach so und kein Weltuntergang. Auch nach 25 Jahren Ehe darf die Partnerschaft nicht selbstverständlich sein – auch wir müssen immer und immer wieder reininvestieren. Für uns „lohnt“ es sich aber.
  11. Bleibt fair zueinander – aus unserer Sicht ist es besser, sich im Zweifelsfall fair zu trennen und auseinanderzugehen als einen Rosenkrieg zu starten – ausgerechnet mit dem Menschen, den man mal geliebt hat… Vielleicht habt Ihr Euch schon auseinander gelebt, vielleicht passt es einfach nicht so. Geht der Sache auf den Grund und handelt, wenn es notwendig ist.
  12. Es beginnt mit Verliebtheit, Liebe ist dann das Resultat tiefer Zuneigung und vor allen Dingen kann sich Liebe nur dort entfalten und lebendig bleiben, wo die vorherigen Punkte gegeben sind. Akzeptiert Veränderungen, bindet sie in Eure Beziehung aktiv mit ein und verschafft Euch immer wieder neue „Schmetterlinge im Bauch“. Dann kann die Liebe auch weiter wachsen und gedeihen und sich entwickeln. Und erinnert Euch daran, was Ihr am anderen früher immer liebenswert fandet und fokussiert Euch mal wieder so richtig darauf.
  13. Schmeisst nicht gleich alles hin. Streit gehört dazu! Wir haben uns schon so richtig gefetzt. Immer wieder mal. Und beide auch in Wut gebrüllt: „Ich lass mich scheiden“ „Nein ich“ war die prompte Antwort… Oder „Ich schiess Dich zum Mond“, „Nein, eher schiess ich Dich dorthin“… Achtet darauf, dass in diesen Momenten nicht die ersten beiden Punkte so nachhaltig leiden, dass Eure Beziehung einen langfristigen Schaden nimmt. Nach Gewitter folgt auch wieder Sonnenschein und manchmal muss man einfach auch mal durchhalten. Wenn das Gewitter verzogen ist, prüft, ob noch so viel Gefühl für den anderen da ist, dass es sich lohnt durchzuhalten.
  14. Sex: Ja, der Sex entwickelt und verändert sich. Redet miteinander über Eure Bedürfnisse, geht auf den Partner ein, lernt mit Veränderungen und Problemen (kreativ) umzugehen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. In der heutigen Zeit gibt es genug Anregungen (nein, wir meinen nicht simple Pornofilmchen) und Informationen um auch über schwierigere Phasen gut hinweg zu kommen!

Michi, danke mein Schatz für die wunderbaren Jahre! Du bist und bleibst das Beste, das mir im Leben passiert ist. 😍
(Alle weiteren Worte sind dann doch eher privat und gehören nicht hierher. Sorry…)

 

Was sind Deine „Zutaten“ und Empfehlungen für eine gelungene Partnerschaft?

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